Online Prüfen

Im Rahmen der Connect-Klausur des Masterstudiengangs “Educational Media” haben wir erstmalig die Online-Version von Q[kju:] getestet. Im Rahmen der online verteilten Klausur konnten sich die Studierenden von Zuhause anmelden und die MC-Klausur (TypApos) bearbeiten. Es hat alles gut geklappt. Die Akzeptanz war hoch und die Schwelle zur Teilnahme niedrig.

Dieser erfolgreiche Versuch bedeutet für die TiHo, dass wir kleine Gruppen (z.B. Wiederholungsprüfungen) nicht mehr mit den gemieteten Tabletts im Hörsaal schreiben müssen, sondern dies im eigenen CIP-Pool durchführen können.

Wer das System mal ausprobieren möchte, findet HIER eine Demoversion (CAVE: das rheinländische System prüft hier “eingeborenes Wissen” ab).

Wie ich gerade gesehen habe, stößt das System auch an der CAU Kiel auf großes Interesse ;-)

Workshop “Gestaltung mündlicher M2- Prüfungen”

Gestern ist die Einladung vom Kompetenzzentrum für Prüfungen in der Medizin (B.-W.) gekommen:

Am 16. Oktober 2009 wird in Heidelberg ein Workshop zur Gestaltung mündlicher Prüfungen angeboten. Wer daran teilnehmen möchte, wird gebeten sich bis zum 21.09. anzumelden.

Bei Interesse leite ich die Einladung gerne weiter.

GMW-Workshop eAssessment

Am 18. und 19. Juni fand in Zürich der GMW-Workshop “eAssessment” statt. In einer bewusst übersichtlich gehaltenen Gruppe von 30 Teilnehmern wurde sich dort getroffen, um über Status quo, Möglichkeiten und die Zukunft elektronischer Prüfungen zu diskutieren. Eingeladen hatte Cornelia Rüdel und auch dafür gesorgt, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg wurde.

Am ersten Tag ging es vornehmlich um die Umsetzungsmöglichkeiten von elektronischen Prüfungen. Als Einleitung ordnete Cornelia die unterschiedlichen Formen des eAssessment anhand der vorhandenen Literatur und Erfahrungen in technischer und diaktischer HInsicht ein. Hierbei wurde deutlich, was für ein breites Feld hier abgedeckt wird werden kann. In den folgenden drei Vorträgen wurden die technischen Umsetzungen mit Laptops der Studierenden (Apostolopoulos, Berlin), Testcentern (Bücking, Bremen) und gemieteten Laptops (Fischer, Hannover) vorgestellt. Anschließend stand in Form von Learning Cafés ausreichend Zeit zur Diskussion der einzelnen Methoden zur Verfügung.

Zum Netzwerken und Kennenlernen fand abends ein Essen im Turm der Universität über allen Dächern von Zürich statt (glücklicher Weise bewältigte die Polybahn das Bergsteigen für uns…)

Am zweiten Tag standen die didaktischen Anwendungsbeispiele im Vordergrund. Nach zwei Vorträgen über Forennutzung als Leistungsnachweis und adaptiven Prüfen konnten weitere Beispiele in einer ausführlichen Postersession diskutiert und hinterfragt werden.

Diese Veranstaltung hat den Titel Workshop endlich mal verdient, denn tatsächlich blieb viel Zeit für Diskussionen und gemeinsame Arbeiten. Dies hat dazu beigetragen, dass man mit sehr vielen neuen Ideen und Eindrücken nach Hause fahren konnte. Herzlichen Dank an die Veranstalter, die wirklich tolle Arbeit geleistet haben. Ich hoffe, dass wir eines Tages an das Konzept anknüpfen können und mit der XING-Gruppe “eAssessment” ähnliche Veranstaltungen durchführen.

Gerne hätte ich noch die Videoaufzeichnungen der Vorträge und die pdfs der Poster verlinkt, da müssen wir uns aber noch etwas gedulden. Ich werde es dann nachholen.

Michael Jackson - möge er in Frieden ruhen

Heute Nacht ist Michael Jackson gestorben und der Blätterwald überschlägt sich… zu Recht. Gerade habe ich bei Twitter gelesen, dass der King of Pop jetzt wohl zusammen mit dem Kind of Rock auf einer Wolke hockt. Oder lesen wir in 10 Jahren noch Meldungen, die beiden wären auf Hawai zusammen beim Shoppen gesichtet worden?

Europawahl

Dieses Jahr ist es mal wieder so weit…ein Superwahljahr

Keine Angst, ich möchte gar nicht in den Chor der Twittergemeinde einstimmen, der sich bereits lauthals in Wahlempfehlungen oder auch Diffamierungen ergeht. Wer sich aber nicht ganz sicher ist, wo das Kreuz zu setzen ist, dem empfehle ich die neutralen Entscheidungshelfer Wahl-o-mat oder Euprofiler. Bei der einen oder dem anderen mag die Nutzung allerdings mit einer Überraschung enden, da das eigene Wahlverhalten oft gar nicht sachgeprägt ist, sondern eher Tradition, Erziehung oder persönlichen Sympathien entspringt.

Ich finde es wichtig, überhaupt wählen zu gehen, denn das ist in einer Demokratie schon mal der erste Schritt an der Gestaltung teilzunehmen. Eine Frage, die ich in Diskussionen immer wieder erlebe, ist, sollte das gewählt werden, was für das ganze Land das Beste ist, oder doch lieber das, was für mich persönlich am besten ist. Vielleicht ist aber gerade auch diese subjektive Divergenz ein ganz wesentliches Problem, dass zur Politkverdrossenheit beiträgt.

Einladung und Call-for-Abstracts: DVG-Workshop “Didaktik und Kommunikation“

Im Rahmen des 55. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin vom 12. bis 15. November 2009 in Berlin veranstaltet der neu gegründete DVG-Arbeitskreis „Didaktik und Kommunikationskompetenz“ einen Workshop „ Didaktik und Kommunikation“.

Der Workshop wird am 12. November 2009 von 9 bis 17 Uhr abgehalten werden. Der Workshop wird sich zeitlich und thematisch in die zwei Bereiche Didaktik und Kommunikation teilen.

Eingeplant sind bisher zwei Impulsvorträge:

  • Jan P. Ehlers und A. Tipold (Hannover): Didaktik in der Tiermedizin
  • Joachim Lübbo Kleen (Krefeld): Kommunikationskompetenzen in der Tiermedizin

In weiteren Kurzvorträgen sollen Erfahrungen und Konzepte aus den Themenbereichen vorgestellt. Es isteinen starken Workshopcharakter mit kurzen Vorträgen und ausführlicher Diskussion geplant, damit sich dieser neue Arbeitskreis gut zusammenfinden kann. 

Abstracts für Vorträge (max. 1 DinA4-Seite) sind bis zum 15.07.2009 einzureichen (jan.ehlers(at)tiho-hannover.de). Nach einem Review wird dann über die endgültige Programmgestaltung informiert.

Buch: Peer-to-peer eLearning

Es ist geschafft. Ich habe meine Masterarbeit beim Diplomica Verlag als Buch veröffentlicht. Unter dem Titel “Peer-to-peer Learning in der tiermedizinischen Lehre” ist es jetzt im Buchhandel erhältlich. 

Es setzt sich mit fallbasiertem eLearning in der tiermedizinischen Aus- und Fortbildung auseinander. Beschrieben werden die Erfahrungen an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover mit einem Wahlpflichtfach, in dem Studierende für Studierende Lernfälle mit CASUS erstellen. Interviews mit Dozierenden und Tutoren sowie eine Befragung der Studierenden zeigt auf, welche Vorteile eine solche Fallerstellung für alle Beteiligten hat.

Ich kann nicht bestreiten, dass es ein besonderes Gefühl ist, das Ergebnis der eigenen Arbeit so gedruckt in den Händen zu halten.

The Sixth Sense

Während wir hier noch diskutieren, welches das beste Handy ist und ob es mLearning ermöglicht, stellt Pattie Maes bei TED mal die Zunkunft vor:

 

Us Now - Konnektivismus in Gesellschaft und Politik?

Durch netzpolitik.org bin ich auf die Dokumentation Us Now gestoßen. Zur Zeit ist ja die Diskussion groß, ob soziale Netzwerke das Leben bereichern oder gar zu “no life” führen.

 

Us Now from Banyak Films on Vimeo.

In den ersten 40 Minuten setzt sich die Dokumentation mit funktionierenden Netzwerken der elektronischen Informationsgesellschaft auseinander. Hier zeigt sich der große Zulauf und und immense Nutzen für die Teilnehmer. Vorgestellt werden Eltern in Mumsnet, Reisende, die durch couchsurfing einen Übernachtungsplatz und neue reale Kontakte haben, die Durchsetzungsfähigkeit von open source Initiativen wie Linux und das Beispiel von Ebbsfield United, der Fußballmannschaft, die von den Mitgliedern gecoacht und bis nach Wembley gebracht wurde. Ein Erfolg, der bei dem deutschen Pendant Fortuna Köln noch aussteht. 

Dieser Übergang vom “Nutzer” zum Produzenten in einer Gesellschaft, in der jeder irgendwie erreichbar ist, enstpricht in seinen Grundzügen der Lerntheorie des Konnektivismus. Hier findet durch die Netzwerke die “Integration des Kunden” statt. Auch wirtschaftliche Beispiele, wie Slice the Pie, wo Musikfans per Netzwerk neue Band selbst produzieren, oder zopa, wo Netzwerke Banken ersetzen sollen, werden beschrieben.

Die letzten 20 Minuten versuchen nun, dieses Prinzip auf die Politik und Regierungen zu übertragen. Ist dies überhaupt möglich, dass Demokratie mehr ist, als alle vier Jahre zu wählen? Unter dem Schlagwort Goverment 2.0 werden erste Erfolge von Online-Campaigns (The Point) oder das Beispiel der Grünen in Kanada, die ihr Parteiprogramm kollaborativ in einem Wiki entwickelt haben, vorgestellt. Ähnliche Ansätze gibt es ja auch bei uns mit Abgeordnetenwatch oder den ePetitionen. Natürlich soll es nicht auf reine DIY-Länder hinauslaufen, aber es bietet eine Chance, die Bürger bei aller Politikverdrossenheit und rückläufigen Mitgliederzahlen in den Parteien stärker in die politische Entscheidungsfindung zu integrieren.

Es ist auf jeden Fall ein lohnender Film. Bei dem regnerischen Wetter heute ideal um mit einer Tasse Kaffee (meinetwegen auch Tee) in der Hand mal eine Stunde lang unterhalten und zum Nachdenken angeregt zu werden.

Mein Studienfreund André setzt sich in seinem Blog heute zufälligerweise auch mit dem Thema Konnektivismus als Lerntheorie auseinander. 

Auch mal holperig zum Ziel

Nachdem unser erster Versuch mit dem virtuellen Klassenraum von netucate so gut geklappt hat, hatten wir uns für gestern gleich etwas mehr vorgenommen. Die Abschlussdiskussion für das Wahlpflichtfach “Neuroimmunologie” sollte gleichzeitig im Hörsaal und im virtuellen Klassenraum stattfinden. Der organisatorische Aufwand war gleich ein anderer. Kurzfristig musste alles hinter bzw. um die Firewall der Klinik herum installiert werden. Videopräsentationen und Zuschaltung des Berner Dozenten waren geplant.

Und da gingen die Probleme dann los. Leider konnten wir Prof. Vandervelde wegen defektem Headset nicht zuschalten und gerade bei ihm ließ der Chat keine Eingabe zu. Also wichen wir hier zur ABsprache doch aufs Telefon aus. Trotzdem hatten wir bei der Veranstaltung 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 13 davon im virtuellen Klassenraum. Die Präsentation ging sehr gut. Im Hörsaal und Chat wurde viel über das Thema diskutiert, Fragen gestellt und Antworten gegeben. Soweit lief alles perfekt. Wir mussten allerdings einsehen, dass es nicht möglich ist, Videos mit 50MB allen online zu zeigen. Nächstes Mal fahren wir dann doch Qualität und Dateigröße wieder zurück. Leider hat uns alle nach gut einer Stunde der Server aus dem Klassenraum geworfen. Doch wir werten es mal als Zeichen der Qualität der Veranstaltung, dass sich 11 Teilnehmer sofort wieder angemeldet haben.

Es war etwas holperig, aber wir haben den Kurs erfolgreich durchgeführt. Wir konnten einiges lernen und erfahren, wie anstrengend es ist, zwei verschiedene Sorten Publikum parallel zu unterhalten. Wir sind natürlich gespannt auf die Ergebnisse der Evaluation, aber ich glaube, wir haben ein Format gefunden, in dem wir mit etwas Übung regelmäßiger unterrichten werden. Im nächsten Semester soll der Kurs dann mit drei Hochschulen stattfinden. Wir bereiten uns darauf vor…

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